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Veranstaltung

ENDSPIEL von Samuel Beckett
 Robert Kahr, Wolfgang Pevestorf

ENDSPIEL von Samuel Beckett

ENDSPIEL
Schauspiel von Samuel Beckett 
Die Welt ist zerstört und nahezu menschenleer. In einem Unterschlupf mit zwei trüben Fenstern ins Nichts ­hausen vier Überlebende einer Katastrophe, deren Ursache wir nicht kennen. Aber wie anfangen, wenn gleich der erste Satz lautet: „Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende“? Und doch beginnt das Spiel. Zwischen Clov und Hamm. Zwischen Knecht und Herr.

Hamm ist blind und kann nicht gehen. Clov ist auch nicht der Gesündeste. Mit seinen steifen Beinen kann er kaum gehen, ­geschweige denn sitzen. Clov hasst seinen tyrannischen Herrn und würde ihn am liebsten verlassen. Aber er bringt es nicht fertig, denn Hamm wäre damit dem Tode geweiht, weil Clov der einzige ist, der sich um ihn kümmern kann. Auch töten kann er Hamm nicht, denn nur der weiß, wie der Speiseschrank zu öffnen ist. Die beiden sind aufeinander angewiesen und kommen nicht voneinander los. Sie könnten die letzten Menschen sein. Aber zumindest Hamms Eltern Nagg und Nell sind auch noch da. Sie stecken in Mülltonnen.

Die »verfluchten Erzeuger« haben ihre Beine und einen Gutteil ihres Verstandes verloren, hausen neben ihrem launischen Sohn, der ­ihnen das karge Essen zuteilt und ­träumen von der Jugend. »Es ist nichts mehr übrig« Hamm und Clov spielen das unendliche Endspiel, reden an gegen die Hoffnungslosigkeit und kämpfen mit bösem Witz gegen den eigenen Untergang. Die zwei traurigen Clowns ersehnen im größten Chaos Gewissheit, hoffen im Angesichts des Nichts auf Bedeutung – und stellen in ihrem Anrennen und Anspielen gegen das Unausweichliche, den (eigenen) Tod, fast beiläufig die großen Fragen zur menschlichen Existenz und dem Sinn des Lebens.

»Nicht ist komischer als das Unglück«, sagt Nell an einer Stelle und liefert damit laut Beckett den Schlüssel, wie dieses groteske Szenario in »Endspiel« zu betrachten sei. »Ich möchte, dass in diesem Stück viel gelacht wird. Es ist ein Spielstück«

Premiere Do 22. Oktober 20 Uhr TIK Dornbirn
Regie Stephan Kasimir
Ausstattung Caro Stark
Darsteller  Robert Kahr, Wolfgang Pevestorf
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Grafik Lena Seeberger
Produktionsleitung Lisa Weiss
Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung
in Kooperation mit Theater Wagabunt

TERMIN(E): 
Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 20.00 Uhr

Ausverkauft

Samstag, 24. Oktober 2020 um 20.00 Uhr
Sonntag, 25. Oktober 2020 um 17.00 Uhr
Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 20.00 Uhr
Freitag, 30. Oktober 2020 um 20.00 Uhr
Samstag, 31. Oktober 2020 um 20.00 Uhr